Medi-Therm Kliniken GmbH & Co. KG
Biomedizinisches Männer Zentrum
Zentrum für natürliche Heilweisen und funktionale Medizin
Biomedizinisches Zentrum für Well-Aging
Medizinisches Versorgungszentrum St. Georg














Intraperitoneale Chemotherapie in Kombination mit systemischer Ganzkörpethyperthermie hilft bei Ovarialkarzinom

Frauen mit Krebs an den Eierstöcken profitieren offenbar mehr von einer zusätzlichen intraperitonealen Therapie mit Paclitaxel plus Cisplatin als von einer ausschließlich intravenösen Kombi-Therapie. Das zeigt jetzt eine amerikanische Studie. Wir führen die intraperitoneale Applikation von Zytostatika schon lange in unserer Klinik erfolgreich durch, entweder als hypertherme Perfusion oder in Kombination mit systemischer Ganzkörperhyperthermie.

Der US-Studie zufolge lässt sich durch die intraperitoneale Therapie die progressionsfreie Zeit um mehr als fünf auf fast 24 Monate und das Gesamtüberleben im Vergleich zur Gruppe nur mit intravenöser Therapie um fast 16 Monate auf etwa 66 Monate verlängern (NEJM 354, 2006, 34). An dieser Studie nahmen 429 Frauen teil, die an einem Ovarial-Ca erkrankt waren und deren Resttumor nach der Operation im Durchmesser jeweils nur noch höchstens ein Zentimeter groß war. In der Verumgruppe erhielten die Frauen zunächst intravenös Paclitaxel. Am zweiten Tag wurde über einen Katheter Cisplatin und am achten Tag Paclitaxel - jeweils intraperitoneal - verabreicht. In einem Kommentar im NEJM wird das Ergebnis als einer der größten Fortschritte in der gynäkologischen Onkologie bewertet.

Wir beschäftigen uns schon sehr lange mit der Behandlung von fortgeschrittenen Ovarialkarzinomen, da wir immer mehr Frauen sehen, die zwar auf die primäre Therapie gut angesprochen haben, aber dann doch ein Rezidiv bekommen. Sie können dann nicht mehr oder nur schwerer mit immer weniger Erfolg behandelt werden. Wir empfehlen solchen Patientinnen seit Jahren erfolgreich eine Ganzkörperhyperthermie und niedrig dosierter Chemotherapie, wobei ein Teil der Chemotherapie intraperitoneal und der andere Teil systemisch gegeben wird.

Die Ganzkörperhyperthermie muss im allgemeinen 3-4 mal durchgeführt werden d.h. im Allgemeinen sind für diese Frauen nur 3-4 Therapiezyklen notwendig. Die Ansprechraten liegen bei über 70%, die mit einer langfristigen Verbesserung der Lebensqualität und Überlebenszeit verbunden sind.

Bei der Ganzkörperhyperthermie wird die Gesamtkörpertemperatur auf 41,5°C gebracht. In dieser Phase wird dann der Patientin Oxaliplatin appliziert, und zwar 50% der AUC 6 Menge systemisch und die anderen 50% intraperitoneal. Als weitere systemische Zytostatika verwenden wir je nach Erfordernis Paclitaxel, Doxetaxel, Ifosfamid und Hycamptin. Nach dieser Therapie erfolgt nach sieben Tagen die zweite Ganzkörperhyperthermie und dann eine 3-4-wöchige Pause, bevor die Therapie wiederholt wird.

Wichtig ist bei unseren integrativen Therapieansatz, dass darüber hinaus komplementäre Therapien eingesetzt werden, die es dem Organismus erlauben, langfristig wieder gesund zu werden.



Newsletter 1.09

Klinik St. Georg
Startseite  Übersicht  Kontakt  Impressum  
Rosenheimer Straße 6-8
83043 Bad Aibling

Telefon
Fax
08061 398-0
08061 398-454
Medi-Therm Kliniken GmbH & Co. KG
   Hyperthermie
Biomedizinisches Männer Zentrum
Zentrum für natürliche Heilweisen und funktionale Medizin
Biomedizinisches Zentrum für Well-Aging
Medizinisches Versorgungszentrum St. Georg

www.klinik-st-georg.de
info [at] klinik-st-georg.de
© 2010 Klinik St. Georg

Bookmark and Share

Seitenanfang