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Prostatauntersuchung durch Spektroskopie

Eine neue, extrem patientenfreundliche, schnelle und genaue Untersuchungsmethode der Prostata bietet die Kernspintomographie mit Spektroskopie.
Ob zur Vorsorge oder zur Therapiekontrolle - dieses Verfahren garantiert eine Diagnosesicherheit von 85 bis 90%.

Ablauf der Untersuchung

Der Patient wird in einer speziellen Beckenspule mit einer speziellen Rektalspule untersucht, das heißt der Patient liegt in der Spule (auch Antenne genannt). Eine weitere Antenne wird völlig schmerzlos über den Anus eingeführt. Mit einer Gesamtuntersuchungszeit von 30 Minuten ist ein Untersuchungsergebnis mit hoher Präzision zu erreichen.

Wie funktioniert die Spektroskopie

Bei der Spektroskopie wird das Verhältnis von Zitrat zu Cholin im Gewebe analysiert. Über diese beiden Substanzen ist die Abgrenzung von gesundem Gewebe zu Tumorgewebe zu erreichen. Selbst während der Behandlungen lässt sich über die patientenfreundliche Spektroskopie abklären, ob die Therapie anschlägt oder nicht.

Herkömmliche Untersuchungsmethoden

Die herkömmliche Untersuchungstechnik bei der Vorsorgeuntersuchung ist der tastende Finger des Urologen. Große statistische Untersuchungen haben jedoch bewiesen, dass der tastende Finger für die Untersuchung der Prostata nicht ausreicht!

Bei einem Verdacht werden laborchemische Untersuchungen hinzugezogen, unter anderem der so genannte PSA-Test (Prostata-spezifisches Antigen). Ist der PSA-Wert erhöht (der Grenzwert beträgt etwa vier Nanogramm pro Milliliter), versucht der Arzt über die Sonographie einen Tumor der Prostata nachzuweisen oder auszuschließen. Dieses gelingt im Frühstadium aber nur in 23 bis 45 Prozent der Fälle. Mit Hilfe des MRT plus Spektrographie, dem Cholin PET und dem Dia/Pat sind wir heute in der Lage auch ohne Biopsie ein Prostatakarzinom zu erkennen. Also bevor man sich in die Prostata stechen lässt und sich damit unnützer Gefahren aussetzt, sollte man diese bei uns bereits routinemäßig eingesetzten Diagnosemöglichkeiten nutzen.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 31.000 bis 32.000 Männer an einem Prostatakarzinom. Somit nimmt das Prostatakarzinom mit 19 Prozent aller Krebserkrankungen einen hohen Stellenwert ein. Zirka 11.000 Männer in Deutschland sterben jährlich an einem Prostatakarzinom. Die neue Untersuchungsmethoden, die Spektroskopie, Cholin PET und DIA/PAT ermöglicht schnelle und genaue Diagnostik und könnten 700 000 Biopsien unnötig machen.



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