Olivenöl ist nicht nur gesund, es hilft auch, bestimmten Tumoren vorzubeugen. Zwei Esslöffel rohes und kalt gepresstes Olivenöl pro Tag, die man etwa zum Salat isst, haben einen stark gesundheitsfördernden und krebsvorbeugenden Effekt.
Das kalt gepresste rohe Olivenöl besteht zu 98 Prozent aus einer Verbindung verschiedener Fettsäuren, unter denen die einfach ungesättigte Ölsäure überwiegt. Der Rest sind Inhaltsstoffe mit gesundheitsfördernder Wirkung. In diesem Anteil findet man annähernd 230 Verbindungen mit antioxidierenden Eigenschaften. Diese Verbindungen, die bei der Raffinierung oder beim Erhitzen verschwinden, unterscheidet kalt gepresstes Olivenöl von allen anderen Kernölen.
Es gibt mehrere Hinweise dafür, dass gelegentlicher Konsum kleiner Mengen Olivenöl das Risiko senkt, an Brust- oder Darmkrebs zu erkranken. In Mittelmeerländern, in denen traditionell mehr Olivenöl konsumiert wird, findet man eine niedrigere Brust- und Darmkrebsrate. Auch andere Tumoren könnten dadurch verhindert werden.
Die gesundheitsfördernde Wirkung stamme womöglich aus dem Zusammenspiel der Ölsäureeffekte und der gefundenen Verbindungen. An der Yeshiva University in New York wurde eine weitere positive Eigenschaft des Olivenöls entdeckt. Olivenöl macht länger satt als andere Öle, da die ungesättigten Ölsäuren vom Dünndarm in ein Hormon umgewandelt wird, das ein Gefühl der Sättigung auslöst.