- Verbessern Sehvorgänge,
- entzündungshemmend und
- gefäßschützend wirken Anthocyane sind nur in sehr geringem Maße toxisch. Aus Pflanzen aufgenommene Anthocyane stellen keine Gefahr dar.
Ernährungsphysiologie
Die gesundheitsföderlichen Eigenschaften der Flavonoide, einschließlich der Anthocyane, werden hauptsächlich ihren antioxidativen Eigenschaften zugeschrieben. Anthocyane sind effektive Fänger (Scavanger) von reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen, die oxidative Schädigungen von DNA, Proteinen und Lipiden verursachen können. Anthocyane können die Blutgerinnung verlangsamen und die Thrombozytenaggregation verringern, das Sehvorgänge beeinflussen sowie eine gefäßschützende und entzündungshemmende Wirkung zeigen.
Diese Effekte sind vielleicht auch eine Erklärung für die beobachtete umgekehrte Korrelation der Flavonoidaufnahme mit dem Sterblichkeitsrisiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten sein. Anthocyanine sind in vitro wirksame Antioxidantien mit einer im Vergleich zu Vitamin C oder E wesentlich höheren antioxidativen Kapazität. Sie neutralisieren Singulett-Sauerstoff, Hydroxyl- und Peroxylradikale sowie Stickstoffoxide. Sie schützen auch LDL vor einer induzierten Oxidation. In vitro ist dies gut belegt, ob die aber auch in vivo zu trifft ist nicht geklärt wegen der geringen Konzentration im Blut. Die Anthocyane werden aber gut im gastrointestinal Trakt gespeichert.
Neuere Ergebnisse haben gezeigt, dass bestimmte Anthocyanidine im mikromolekularen Bereich die Wachstumseigenschaften von Krebszellen über eine Hemmung der Aktivität körpereigener Wachstumsfaktoren (z. B. EGF: epidermal growth factor) beeinflussen können. Inwieweit Ergebnisse aus in-vitro-Studien mit Zellkulturen auf die Karzinogenese beim Menschen übertragbar sind, ist bisher jedoch nicht geklärt.
Schützen Pflanzenfarbstoffe vor Krebs?
Diesen Aspekt möchte ich hier noch einmal etwas näher beleuchten. Anthocyane können vor Darmkrebs schützen, denn es ist nachgewiesen, dass Menschen bei einer obst- und gemüsereichen Ernährung seltener Darmkrebs entwickeln. Pflanzenfarbstoffe aus der Klasse der Anthocyane tragen ganz besonders zu diesem schützenden Effekt bei. Extrahiert man beispielsweise Anthocyane aus verschiedenen Obst- und Gemüsesorten wie Blaubeeren, Holunder, schwarzem Rettich und blauen Trauben und testet diesen an Zellkulturen z.B. menschlichen Kolonkarzinomzellen, dann zeigt sich dosisabhängig, dass sich das Wachstum der Krebs-Zellen in der Kultur reduzieren lassen. Diese Menge variieren je nach Pflanze und Anthocyan-Typ. Als besonders wirksam erwiesen sich die Pigmente aus Aronia, sie konnten in Zellkulturen nicht nur das Wachstum der humanen Kolonkarzinomzellen reduzieren, sondern töteten sie sogar zu etwa 20% ab. Auch im Tierversuch bestätigten sich die Ergebnisse: Bei Ratten mit Darmkrebs reduzierten sich die Krebs-Symptome um 60 bis 70 Prozent im Vergleich zu den Kontrolltieren, wenn sie mit Anthocyan-Extrakten aus Blaubeeren und Aronia gefüttert wurden.
Wenn auch nur wenig von den Anthocyan-Extrakten in den Blutkreislauf gelangt, so nimmt aber das Gewebe im Magen-Darmbereich die Substanzen gut auf und sie können ihre schützende Wirkung dort entfalten. Also rotes bzw. buntes Obst entfaltet einen positiven gesundheitsfördernden Effekt. Zum Schluss noch eine weitere interessante Wirkung der Anthocyane: Sie verbessern die Sehkraft bei Nacht.
Einnahme Empfehlung:
Vier Anthocyan-Kapseln (z.B. von Euro Nutrador) entsprechen dem Verzehr von 125 ml Preiselbeer-Muttersaft.Je eine Tablette Anthocyan von Euro Nutrador enthält: Anthocyanhaltiges Preiselbeerpulver 350 mg, Vitamin C 50 mg, Tocotrienole 10 mg, Quercetin 90 mg

