Diagnose Borreliose: eine Epidemie unserer Zeit

Warum ist Borreliose so schwer zu diagnostizieren – und warum ist diese Krankheit so schwierig zu behandeln? Stellt Ganzkörperhyperthermie vielleicht einen erfolgversprechenden Weg dar?

Dr. med. Friedrich R. Douwes: Vorbemerkungen in eigener Sache

Wie sind wir dazu gekommen, uns in der Klinik St. Georg mit der Diagnose Borreliose, insbesondere der chronischen Borreliose bzw. der Neuroborreliose zu beschäftigen? Unser Hauptaugenmerk gilt eigentlich der Behandlung Krebskranker in allen Stadien. Durch Zufall haben wir im Jahr 1998 entdeckt, dass bei zwei Frauen, die an einem fortgeschrittenen Brustkrebs litten, aber auch an einer klinisch manifesten Neuroborreliose, die Symptome der Borreliose nach zwei Ganzkörperhyperthermien vollständig verschwanden. Dies war für uns so verblüffend, dass wir die Literatur bemüht haben und da fanden wir zu unserer eigenen Überraschung sehr viel Interessantes, das unsere Beobachtung, dass Hyperthermie eventuell auch bei Borreliose einsatzbar sein könnte unterstützte.

So konnte eine schwedische Forschergruppe zeigen, dass Borrelia burgdorferi sehr thermolabil ist und in Kulturen schon bei 41,6 °C vollständig abgetötet werden kann. Das ist exakt die Tempertatur, die wir in der Ganzkörperhyperthermie erreichen. Man kann also davon ausgehen, dass wir mit der Ganzkörperhyperthermie in der Tat alle Borrelien, egal wo sie sich im Körper befinden erreichen und nach einer Einwirkzeit von 2 Stunden alle abtöten. Das erklärt warum wir nach der Ganzkörperhyperthermie häufig eine so dramatische Besserung des klinischen Bildes erreichen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Prof. Wagner Jauregg, Wien, 1927 den Nobelpreis für Medizin für seine erfolgreiche Behandlung der Spätform der Syphilis und die Entdeckung der therapeutischen Bedeutung der Beimpfung mit Malaria-Parasiten erhielt. Die Syphylis-Spirochaete Treponema pallidum ist der Borrelie artverwandt. Wagner-Jauregg impfte seinen Patienten Malaria, daraufhin entwickelten die Patienten ein heftiges Fieber über mehrere Tage, dann behandelte er die Malaria und die Spätfolgen der Syphilis waren verschwunden. Warum? Weil die Spirochaeten thermolabil sind und im Feuer des Malariafiebers abgetötet wurden, d.h. man kann davon ausgehen, dass wir mit der Anwendung der Ganzkörperhyperthermie die effektivste Form der Therapie für die chronischen Borreliose entdeckt haben und wie wir später zeigen werden, bei über 1500 Patienten mit chronischer Borreliose erfolgreich angewendet haben.

Nach diesen ersten positiven Erfahrung haben wir in den zurückliegenden Jahren regelmäßig Patienten mit chronischer Borreliose mit Ganzkörperhyperthermie behandelt und immer wieder gleich positive Effekte erhalten, so dass wir uns immer mehr mit dieser Krankheit beschäftigt haben und sehr schnell verstanden haben, warum die konventionelle Therapie mit Antibiotika allein nicht effektiv sein kann. Doch bevor wir unser, jetzt schon seit mehreren Jahren erfolgreiches Protokoll vorstellen und einige eindrucksvolle Kasuistiken präsentieren, möchten wir auf auf die Gesamtproblematik der Borreliose eingehen, weil dann auch besser verstanden wird, warum unser komplexes Programm mit der Ganzkörperhyperthermie möglicherweise das Problem der chronischen Borreliose lösen kann.

Borreliose

Patienten, die an Borreliose erkrankt sind, erleben im Verlauf ihrer Krankheit viele Frustrationen und Enttäuschungen, häufig wird Borreliose auch von Ärzten als „Modekrankheit“ betrachtet oder Symptome als psychische Krankheitsbilder gedeutet. Dies trifft besonders bei den hartnäckigen und chronischen Verlaufsformen zu. Wie bei vielen anderen aufgeklärten Patientengruppen mit chronischen Erkrankungen, beginnen auch Borreliosepatienten dann mangels ärztlicher Unterstützung mit der Suche nach spezifischen Informationen zu ihrer Erkrankung, dabei greifen sie oft zu okskuren Behandlungsmethoden und verlieren dabei viel Zeit und Geld.

Das schulmedizinisch Wissen ist bei dieser Krankheit begrenzt und die bisherigen Therapiangebote wenig flexibel. Dies liegt auch daran, daß in der rein wissenschaftlichen Literatur zwar erstaunlich viel über Borrelien und Diagnostik geschrieben ist, aber Untersuchungen zu Therapieempfehlungen im chronischen Stadium der Erkrankung sind jedoch spärlich gesät. Die Krankheit im chronischen Stadium ist vielschichtig und kann praktisch viele, ganz unterschiedliche Krankheitsbilder imitieren. Dies trifft besonders für neurologische, rheumatologische, aber auch endokrinologische Erkrankungen zu.

Wir möchten daher versuchen einen tieferen Einblick in die Erkrankung und der Diagnose Borreliose zu geben und möchten zeigen was wir in den letzten Jahren an Erkenntnissen gewinnen konnten, um einen Beitrag zur erfolgreichen Therapie dieser Krankheit zu liefern. Zunächst konnten wir lernen, dass in vielen Fällen die Krankheit sogar schwerer verläuft und schwerer zu ertragen ist als manche Krebskrankheit. Ich hoffe auch, auf diesem Wege zeigen zu können, dass Borreliose keine einfach zu diagnostizierende und schon gar nicht einfach zu behandelnde Krankheit ist, dass aber die Erkenntnisse der jüngsten Zeit und auch unsere Erfahrung Besserung bei hartnäckig therapieresistenten Verlaufsformen im chronischen Stadium versprechen.

Der Erreger

Borrelien gehören zur Familie der Spirochäten (Spirochaetaceae), schraubenförmigen Bakterien, wie auch andere bekannte Erregergattungen, z.B. Treponema pallidum (Erreger der Lues = Syphilis) Treponema vincentii und Leptospiren (siehe auch Kreuzreaktionen in der Labordiagnostik). Das Erscheinungsbild der Borrelien ist korkenzieherförmig. Kleine, nichtbewegliche Flagellen (Geißeln) befinden sich zwischen der inneren und äußeren Zellmembran und winden sich um den Zellkörper, die Anzahl der Geißeln schwankt.

Die Bakterien bewegen sich durch Kontraktion von Fibrillen, mit der der gesamte Zellkörper in rotierende Bewegungen versetzt werden kann. Borrelien sind ausgesprochen beweglich. Diese Beweglichkeit in Kombination mit der korkenzieherförmigen Erscheinungsform soll dafür verantwortlich sein, dass Borrelien relativ leicht in unsere Zellen eindringen und dort zum Teil sehr lange überleben können. Neben der unterschiedlichen äußeren Erscheinungsform der Borrelien sind sie auch in ihrer Antigenstruktur heterogen. Hierin liegt auch eines der großen Probleme bei der Diagnosestellung.

Die Immunantwort

In den letzten Jahren wurden die Immunreaktionen des Wirts auf Borrelia burgdorferi sehr intensiv untersucht, trotzdem sind immer noch viele Fragen unbeantwortet geblieben. Wie zu erwarten, konnte nachgewiesen werden, dass Borrelia burgdorferi sowohl zelluläre (T-Zell-Antwort) als auch humorale (B-Zell-Antwort) Immunreaktionen auslösen kann. Zunächst antwortet der Körper mit der T-Zell-Antwort, die in der Regel stark ausgeprägt ist, die B-Zell-Antwort, also die Bildung von spezifischen Antikörpern, beginnt erst nach einigen Tagen bis Wochen. Hieraus erklären sich auch einige Schwierigkeiten in der Labordiagnostik.

Schwierigkeiten der Labordiagnostik

Ganz zu Beginn der Infektion werden noch keine Antikörper gebildet und können damit auch nicht nachgewiesen werden. Wird also sofort nach einer Infektion z.B. wenn ein Erythema migrans vorliegt mit einer Antibiose begonnen, ist diese fast immer erfolgreich. Wenn sie richtig durchgeführt wird, treten auch später keine oder nur niedrige Antikörperspiegel auf. Dies lässt sich dadurch erklären, daß die Erreger durch die Antibiose eliminiert wurden, bevor eine B-Zell-Antwort stattfand. So kann auch erklärt werden, dass es Patienten gibt, die zwar geringe oder negative Antikörpertiter aufweisen, trotzdem aber positive Testergebnisse zum Nachweis der zellulären Immunantwort zeigen (LTT = Lymphzytentransformationstest auf Borrelien) (Lit.: 162, 16).

Die Diagnose

Diagnosestränge

Die Diagnose der Borreliose folgt als Kombination dreier wesentlicher Diagnosestränge:

  1. 1. Anhand des klinisches Beschwerdebildes (siehe „ Symptomcheckliste“ Borruscano Score)
  2. 2. Anhand der Ausschlußdiagnostik differentialdiagnostisch zu beachtender Krankheitsbilder, z.B.:
  3. 3. Labordiagnostik

Eines der größten Probleme bei Diagnose und Therapie einer Borreliose ist das Fehlen wirklich zuverlässiger, aussagekräftiger Labordiagnosemöglichkeiten. Die bestehenden Testverfahren zur Diagnose Borreliose sind leider nur begrenzt aussagekräftig, Ursachen für die Variationsbreite sind u.a. fehlende Standards und die daraus resultierenden Folgen, z.B. bei:

  • der Wahl der Antigene und Reagenzien,
  • der Durchführung (z.B. Immunkomplexproblematik),
  • der Interpretation der Meßwerte und
  • der Verwendung von Kontroll-Proben.

Neben dem Direktnachweis der Borrelien bzw. deren Antigenstrukturen durch PCR oder Kultur, ist die Borreliose-Serologie das häufigste diagnostische Verfahren. Die üblichen Blutuntersuchungen mit Suchtests auf borrelienspezifische Antikörper korrelieren jedoch häufig nicht mit der Infektion bzw. Erkrankung (z.B. ELISA, EIA, HAT oder IFT). Auch die Titerhöhe korreliert nur unzulänglich mit der klinischen Symptomatik. Gleiches gilt für den Bestätigungstest mittels Westernblot.

Deshalb bleibt in den meisten Fällen nur übrig, die Diagnose Borreliose aufgrund der klinischen Symptomatik und durch Ausschluß der differentialdiagnostisch in Frage kommenden sonstigen Erkrankungen zu stellen.

Direktnachweis

Der einzig bis heute sicher positive Test ist der Direktnachweis der Borrelien in Blut oder sonstigen Punktaten. Dies setzt jedoch voraus, daß man mit der Probe auch wirklich Borrelien erwischt. Mit anderen Worten: fällt der Test positiv aus, hat man sicher Borrelien im Körper. Fällt der Test negativ aus, heißt das nicht, dass man keine Borrelien hat, sondern nur, daß in der Probe keine Borrelien nachweisbar waren. Leider ist damit nicht geklärt, ob nicht doch lokal konzentriert Borrelien im Körper persistieren und durch ihre intrazelluläre Lage dem Nachweis entgangen sind.

Um der relativen Unzuverlässigkeit der gängigen Labortests zu entgehen wird zusetzlich der PCR-Test (Polymerase Chain Reaction = Polymerase-Kettenreaktion) benutzt. Er wird durchgeführt, um B. burgdorferi DNA/RNA in Proben zu bestimmen. Proben können sowohl aus Körperflüssigkeiten (Serum, Liquor, Gelenkflüssigkeit, Urin, Gesamtblut und Plasma) als auch Gewebeproben gewonnen werden (Lit.: 33; 116; 129; 143 ).

Positive Ergebnisse findet man:

  • am ehesten (70 – 90%) an Hautbiopsieproben, (Lit.: 206)
  • weniger häufig mit Liquor, Gelenkflüssigkeit und Urin (20 – 40%)
  • am seltensten bei Blut (9 – 26%)
Vorteil der Methode zur Diagnose Borreliose:

Die Auflösung kann sehr hoch sein: Nachweis einer einzigen Spirochäte in einer klinischen Probe.

Nachteil der Methode:
  • Fehlende Standardisierung für Routine-Untersuchungen
  • Protokolle und Primer sind noch nicht auf Empfindlichkeit und Spezifität optimiert
  • PCR-nachgewiesene DNA bedeutet nicht, daß lebende Organismen vorliegen
  • Geringste Verunreinigung im Labor können falsch-positive Resultate erzeugen
ELISA = Enzyme Linked Immuno Assay

Mit Hilfe des ELISA-Verfahrens wird das Patientenserum auf borrelienspezifische Antikörper untersucht. ELISA-Tests sind derzeit die am häufigsten durchgeführten Tests, die nach zwei verschiedenen Prinzipien erfolgen können: Die Proben werden entweder mit ganzen Zellen, also Spirochäten, die in Gewebekulturen gezüchtet, anschließend gewaschen und mit Ultraschall behandelt wurden, oder mit gereinigten Protein-Auszügen von diesen ganzen Zellen versetzt.

Die Bewertung der gemessenen Konzentration als positiv oder negativ für B. burgdorferi trifft man im Vergleich zu einer negativen Kontroll-Probe. Falsch positive und negative Ergebnisse kommen jedoch vor und können auf verschiedenen Ursachen beruhen. Der ELISA-Test ist meist der erste Test auf Borrelien in der Praxis. Leider fällt er in vielen Fällen negativ aus, obwohl der Patient Kontakt mit Borrelien hatte. Häufig wird auf die Durchführung zusätzlicher Tests dann verzichtet, da angenommen wird, dass der Patient keine Borreliose hat. Dies ist jedoch leider häufig falsch. Es ist daher ratsam, bei klinischem Verdacht weitere spezifischere Tests durchzuführen.

Western-(Immuno)blot

Dieses Testverfahren ermöglicht es, die spezifische Aktivität von Antikörpern zu untersuchen. Studien zufolge gibt es eine Korrelation zwischen der Anzahl der Banden auf einem IgM oder IgG Western Blot und der Dauer der Lyme-Borreliose zu ihrer Ausbreitung im Körper (Stadium 2&3 post ECM).

LTT = Lymphocytentransformationstest

Mit dem LTT = Lymphozytentransformationstest auf Borrelien werden nicht die Antikörpertiter bzw. deren Vorhandensein bestimmt, sondern die Reaktion des Immunsystems auf Borrelien-Antigene. Die wenigen Labore, die diesen Test bisher anbieten, arbeiten in der Regel mit hochgereinigten Antigenen aus verschiedenen Borrelien-Strukturen.

Für das Testverfahren zur Diagnose Borreliose wird die Fraktion der T-Lymphozyten isoliert, die dann mit spezifischen Borrelien-Antigenen geimpft werden. Wenn die Zellen Rezeptoren für gewisse Borrelien-Antigene aufweisen, wirken die Antigene wachstumsfördernd. Bei der Vermehrung wird markiertes Thymidin in die DNA eingebaut, deren Aktivität nach einer definierten Zeit im Zell-Counter gemessen werden kann. In der Regel werden hochgereinigte Borrelien-Antigene für den Test verwendet, ob damit alle Borrelienstämme erfaßt werden, ist bisher nicht geklärt, die Ergebnisse können also unter Umständen falsch negativ ausfallen.

V.C.S.-Test = Visual Contrast Sensitivity Test

Der VCS-Test zur Diagnose Borreliose wird seit einiger Zeit auch in Deutschland eingesetzt. Hierbei handelt es sich nicht um einen Labortest, bei dem Borrelien nachgewiesen werden sollen. Vielmehr ist der VCS-Test ein Sehtest, der seit langem in den USA eingesetzt wird, um Toxin-Belastungen zu erkennen und Verlaufskontrollen bei der Elimination der Toxine zu machen.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch der Einsatz bei der Borreliose: Borrelien bilden Endotoxine(Neurotoxine), die bei vielen Patienten Nervenschädigungen auslösen. Besonders empfindlich ist hierbei der Sehnerv. Obwohl der Patient oft zunächst noch gar nicht gemerkt hat, daß eine Schädigung vorliegt, kann durch den empfindlichen VCS-Test gezeigt werden, ob das Kontrast-Sehen eingeschränkt ist – eine bei chronischen Verlaufsformen häufige Begleiterscheinung. Das häufige Dilemma bei chronischer Borreliose, dass die Diagnose nicht durch Laborteste gesichert werden kann, kann der VCS-Test minimieren, sowohl bei der Diagnose als auch beim Therapieerfolg. Die Praxis hat gezeigt, daß die Korrelation zwischen therapeutischem Erfolg (oder Misserfolg ) und klinischem Beschwerdebild hier durch einen leicht anzuwendenden und nichtinvasiven Test einfach aufgezeigt werden kann und dies dem Patienten, aber auch dem Arzt, viel an Unsicherheiten hinsichtlich der Vorgehensweise bei der Behandlung nimmt. Der VCS-Test schließt zwar nicht die diagnostische Lücke, stellt aber ein einfaches und wirkungsvolles ergänzendes Instrument zur Diagnose Borreliose und Verlauskontrolle dar.

Stadieneinteilung

Im Allgemeinen unterscheidet man drei Stadien der Borreliose, wobei die Abgrenzungen zwischen den einzelnen Stadien zum Teil schwierig sind. Die Stadien 2 und 3 sind nicht klar voneinander abzugrenzen und können fließend ineinander übergehen. Symptome des sog. Stadiums 3, insbesondere Arthritiden, können aber auch bereits in sehr frühen Phasen der Infektion vorkommen. Das Bannwarth-Syndrom kann jedoch bei gleichen Patienten erst Monate später auftreten. Das ACA (Acrodermatitis chronica atrophicans) gehört zum Stadium 3.

Für die Praxis halten wir die Einteilung nach Symptomen bzw. Organmanifestationen für praktikabler und therapierelevanter. Für die therapeutischen Maßnahmen ist es wesentlicher, ob es sich um eine frische, akute Infektion handelt (Stadium 1), oder diese in einen chronischen Krankheitsverlauf übergegangen ist (Stadium 2 & 3). Auch wenn immer wieder Antibiotikaschemata für bestimmte Stadien empfohlen werden, gibt es bisher kaum verläßliche Langzeitbeobachtungen hinsichtlich Wirksamkeit und Nachhaltigkeit. Zwar wurden für einzelne Antibiotika in vitro und in vivo deren Kurzzeitwirksamkeit dokumentiert und zum Teil deren Wirksamkeit auch untereinander verglichen. Vor allem bei Rezidiven bzw. persistierenden Infektionen besteht jedoch akuter Handlungsbedarf, wie wir erfahren mußten. Hier haben die Antibiotikabehandlungen, auch wenn sie lange bis sehr lange durchgeführt wurden, versagt, da zu diesem Zeitpunkt die Borrelien schon intrazellulär liegen und daher von Antibiotika nicht mehr erreicht werden können. Hier kann jetzt die Ganzkörperhyperthermie eingesetzt werden, da Borrelien thermolabil sind und bei einer Temperatur von 41,6°C über 2 Stunden vollständig abgetötet werden können.

Wir sind wahrscheinlich z.Zt. weltweit die einzige Einrichtung, die die größte Erfahrung in der Behandlung der chronischen Borreliose mit Ganzkörperhyperthermie hat. Wie bereits eingangs beschrieben sind wir rein zufällig auf diese Therapiemöglichkeit gestoßen und haben diese Therpiemöglichkeit jetzt auch erfolgreich bei 162 Patienten angewendet. Im Gegensatz zu den gängigen Antibiosetherapien sind die Therapieergebnisse mit unserem Therapieprotokoll schon während einer zweiwöchigen Behandlung klar erkennbar und auch objektiv belegbar. Dies gilt besonders für das sogenannte Post-Lyme-Syndrom, an dessen Entstehen vermutlich die von den intrazellulär liegenden Borrelien gebildeten Toxine beteiligt sind.

„Analog zur Syphilis wird die klinische Symptomatik der Lyme-Borreliose in drei Stadien eingeteilt, wobei atypische Verläufe häufig sind. Konnatale Infektionen kommen vor, sind aber sehr selten, dafür ist aber die Übertragung von Mensch zu Mensch häufiger als angenommen.“

Stadium 1

Klinisches Leitsymptom des Stadiums I ist das Erythema chronicum migrans (ECM). Tage bis wenige Wochen nach Zeckenstich bildet sich um die Einstichstelle ein Erythem, das sich langsam zentrifugal ausbreitet und im weiteren Verlauf zentral abblaßt, so daß es anfangs als scheibenförmiges, später als ringförmiges Erythem imponiert. Multiple Erytheme sind beschrieben worden und sind dann dem Stadium II zuzuordnen. Allgemeinsymptome wie Fieber, Myalgien, Kopfschmerzen und Lymphknotenschwellungen können auftreten. Das ECM klingt meist auch ohne Behandlung nach Wochen bis Monaten wieder ab. Dennoch sollte in diesem Stadium antibiotisch behandelt werden, dadurch kann eine Chronifizierung vermieden werden.

Stadium 2

Leitsymptom des Stadiums 2 ist in Europa die lymphozytäre Meningoradikulitis Bannwarth (Garin-Bujadoux-Bannwarth-Syndrom). Sie tritt Wochen bis Monate nach Zeckenstich auf, wobei sich nur ungefähr die Hälfte der Patienten an den Zeckenstich erinnert und nur ungefähr 40 % ein Erythema chronicum migrans gehabt haben. Die Meningoradikulitis Bannwarth ist gekennzeichnet durch brennende radikuläre Schmerzen mit und ohne Lähmungserscheinungen. Ein weiteres Leitsymptom ist die Facialisparese. Bei Kindern treten häufiger meningitische Verläufe auf. Diagnostisch wegweisend ist der typische Liquorbefund, der durch eine lymphozytäre Pleozytose mit Eiweißvermehrung gekennzeichnet ist. Serologisch zeigen 50-90 % der Patienten signifikant erhöhte Antikörper- Titer im Serum. Dem Nachweis der spezifischen Antikörperbildung im Liquor kommt eine wichtige diagnostische Bedeutung zu. Eine kardiale Beteiligung kann allein oder in Kombination mit anderen Symptomen auftreten und zeichnet sich durch AV-Blockierungen I.-III. Grades aus. Als typische (seltene) Hautmanifestation des Stadiums II gilt die Lymphadenosis cutis benigna Bäfverstedt (Borrelien-Lymphozytom). Sie imponiert als rötlich-livider Tumor meist an Ohrläppchen, Mamille oder Skrotum.“

Stadium 3

Ätiologisch gesicherte Manifestationen des Stadiums III sind die Lyme-Arthritis und die Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer (ACA). Sie treten Monate bis Jahre nach Infektion auf. Charakteristisch für die ACA ist ein initial infiltratives Stadium, das zur Atrophie der Haut führt, die sich zigarettenpapierdünn livide verfärbt darstellt. Prädilektionsstellen sind die distalen Extremitätenabschnitte. Arthropathien und Polyneuropathien sind an den betroffenen Extremitätenabschnitten nicht selten. Die Lyme-Arthritis ist eine schubweise oder chronisch verlaufende mono- oder oligoartikuläre Arthritis. Am häufigsten ist das Kniegelenk betroffen. Autoimmun-Mechanismen können bei chronischen Verläufen eine wesentliche Rolle spielen. Eine nicht so seltene Spätmanifestation der Lyme-Borreliose ist die chronische Enzephalomyelitis mit den unterschiedlichesten neurologischen und psychiatrischen Manifestationen. Die Titer sind in diesem Stadium wie oben bereits betont unterschiedlich und nicht immer einfach zu interpretieren.

Häufige Symptome der jeweiligen Stadien

Stadium 1

Häufige Symptome des Stadiums 1 sind:

  • Erythema migrans (häufigstes Symptom in 30-60% der Fälle)
  • Myalgien (Muskelschmerzen)
  • Nackensteifigkeit
  • Müdigkeit / Reizbarkeit
  • Grippeähnliches Allgemeinbefinden
  • Schwellung der lokalen Lymphknoten in Einstichstellennähe

In ca. 30-60% der Fälle manifestiert sich die Frühborreliose mit einem Erythema migrans (Wanderröte) als Leitsymptom (gilt für Europa, in den USA liegt die Quote bei rund 90%). Das Erythema migrans entsteht Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich um die Bißstelle herum als ringförmige oder diffuse flächige Rötung, die sich in kürzester Zeit großflächig ausbreiten kann, aber nicht zwangsläufig muß. Auch eine kleine, lokal umschriebene Rötung kann Zeichen einer Borrelieninfektion sein, man spricht auch vom Erythema non-migrans. Es muß aber nochmals darauf hingewiesen werden, daß das Fehlen eines Erythems kein sicheres Zeichen für die Abwesenheit von Borrelien ist! 40-70% der Patienten haben kein Erythema migrans in der Anamnese!

Mit dem Erythema migrans können, müssen aber nicht, Schwellungen der regionalen Lymphknoten einhergehen, diese sind z.B. im Achsel und Leistenbereich recht häufig. Das Erythem blaßt meist innerhalb von Tagen oder Wochen wieder ab, im Zentrum bleibt oft ein kleiner, rötlicher oder dunkler Fleck und/oder ein zentrales, lymphozytäres Knötchen zurück. Patienten mit chronischer Borreliose berichten, daß in periodischen Abständen, die mit der klinischen Verschlechterung der Symptomatik einhergehen, diese Flecken bzw. Knötchen zu jucken beginnen bzw. die rötliche Färbung und Größe zunimmt. Das Verschwinden des Erythems ist kein Indiz dafür, ob die Borreliose ausgeheilt ist oder nicht. Bleibt das Erythem über mehr als sechs Monate bestehen, so spricht man auch von einem Erythema chronicum migrans. Man geht davon aus, daß nur maximal 60% der Borrelieninfektionen als Erythema migrans im Frühstadium sichtbare Symptome entwickeln. Auch wenn bei Patienten mit Erythema migrans die Diagnose einfach ist, darf nicht aus dem Fehlen der Hautreaktion auf das Fehlen einer Borrelieninfektion geschlossen werden. 80% der Borrelieninfektionen des Stadiums 1 heilen folgenlos ab, was aber nicht bewiesen ist. Daher halten wir es für gerechtfertigt, sehr früh mit einer Antibiotikatherapie zu beginnen, denn so können viele chronische Fälle vermieden werden.

Mit dem Zeckenstich und der Übertragung der Borrelien beginnt meist auch die Immunantwort des Betroffenen. Von der Stichstelle ausgehend wandern die Borrelien meist zentrifugal mit oder ohne Entwicklung eines Erythema migrans in der Haut, können aber auch bereits innerhalb der ersten 24h nach Exposition in anderen Organen nachgewiesen werden. Man vermutet, daß es eine direkte Korrelation zwischen Erkrankungsgrad und Anzahl der Borrelien im Körper gibt, daher ist es wichtig, mit der Antibiose so früh wie möglich zu beginnen und so den Borrelien keine Chance zur Vermehrung und zur Chronifizierung zu geben. Die Empfehlungen zur Dauer und Dosierung der Antibiose variieren. Es wäre natürlich übertrieben, bei jedem symptomlos verlaufenden Zeckenstich eine prophylaktische Antibiose einzuleiten, bei Auftreten eines Erythema migrans muß jedoch eine ausreichend lange und ausreichend dosierte Antibiose, vorzugsweise mit Doxycyclin, erfolgen. Um einen ausreichenden Wirkspiegel über 24 Stunden zu erreichen, empfiehlt sich, je nach Körpergewicht, die Gabe von 200 bis 300 mg Doxycylin verteilt auf zwei Zeitpunkte jeweils morgens & abends zu den Mahlzeiten. Um sicherzustellen, daß Doxycyclin in ausreichender Menge resorbiert wird, darf es nicht zusammen mit zwei- und dreiwertigen Kationen eingenommen werden, im Klartext bedeutet dies für den Patienten, mindestens 2 Stunden vor und 3 Stunden nach der Einnahme von Doxycyclin keine zeitnahe Aufnahme von z.B.:

  • Milch- oder Milchprodukten wie Joghurt, Quark, Sahne oder ähnlichem (hoher Calciumgehalt)
  • Mineralstoffpräparaten (Calcium, Magnesium, Eisen etc. ) und/oder Multivitaminpräparaten mit entsprechenden Mineralstoffen
  • Eisen oder Nahrungsmitteln mit hohem Eisengehalt (z.B. Spinat)
  • Medikamenten, die die Resorption von Doxycyclin vermindern (siehe jeweilige Beipackzettel), z.B. Colestyramin, Magnesium- oder Aluminiumhaltige Antacida u.a.m.

Stadium 2 und 3

Stadium 2 und 3 = disseminierte Infektion und / oder chronisch persistierende Infektion

Vermutlich durch hämatogene und lymphogene Streuung kommt es nach Tagen, manchmal Wochen bis hin zu mehreren Monaten nach Exposition zu einer allgemeinen Infektion. Die Organbeteiligungen können sehr unterschiedlich sein. Es kommt vor, daß die Symptome erst nach Jahren auftreten und der Zusammenhang zu einem Zeckenstich nicht mehr hergestellt wird. Typische Lokalisationen können sein:

  • Haut
  • Zentrales Nervensystem
  • Peripheres Nervensystem
  • Herz (z.B. Herzrhythmusstörungen)
  • Gelenke (Schmerzen, Schwellungen)
  • Muskeln (Schmerzen auch wandernd, z.T. messerartige)
  • Endokrine Störungen (Hypothyreose, Hashimoto, N.N.-Insuffizienz, Sexualhormone)

Therapie bei Diagnose Borreliose

Eine Standardtherapie, die auf jeden Fall erfolgreich ist, gibt es wohl nur für das Stadium 1. Für die chronischen Stadien sind daher Kombinationen verschiedener Therapieschemata erfolgreich. Die gängigen Therapieschemata mit den verschiedensten Antibiotika sind in chronischen Stadien nicht sehr erfolgreich, und das hat uns beflügelt, unser Protokoll zu perfektionieren, weil es erfolgreich ist und der Erfolg schon nach wenigen Tagen bis Wochen messbar erkennbar ist. Ich möchte hier noch einmal bemerken, daß die Meinung nach wie vor sehr verbreitet ist, daß eine einmalige Antibiose auf jeden Fall ausreichend ist und falls diese stattgefunden hat, eine Borreliose als Ursache für entsprechende Beschwerden ausscheidet. Zahlreiche Untersuchungen belegen, daß dies ein Irrglaube ist, und wie wir später sehen werden, viele Patienten unverhältnismäßig leiden läßt.

Problem lange Regenerationszeit

Für einen messbaren Erfolg der Therapie kommt es darauf an, dann Hyperthermie einzusetzen, wenn die Borrelien im Körper vorhanden sind. In der chronischen Phase befinden sie sich entweder intrazellulaer oder in schwer zugänglichen Regionen z.B. in Sehnen, dichtem Bandapparat oder Gehirn und Nerven oder sie liegen in Zystenform vor, die ebenfalls einer herkömmlichen Antibiotikatherapie nicht zugänglich sind. Hinzu kommt, dass Borrelien sich deutlich langsamer als viele andere Bakterien vermehren. Die meisten Antibiotika wirken dadurch, daß sie zu einem bestimmten Zeitpunkt der Vermehrung in den Stoffwechsel der Bakterien eingreifen.

Wenn sich Borrelien zum Zeitpunkt der Therapie allerdings nicht in diesem angreifbaren Stadium befinden, können sie überleben. Beispielsweise vermehren Streptokokken sich alle 20 – 30 Minuten, Borrelien vermehren sich alle sieben Stunden. Das bedeutet, dass eine Borrelienantibiose sehr lang bis zu einem Jahr und mehr dauern müßte. Die gängigen Therapieschemata bei Diagnose Borreliose wie in Tab. 1 abgebildet sind meist wirkungslos, teuer und mit deutlichen Nebenwirkungen behaftet.

Gängige Therapieschemata nach Organmanifestationen:
Morphea und/oder Lichen sclerosus et atrophicus
Penicillin 2 x 10 MioE intravenös 14-28 Tage
Ceftriaxom 1 x 2 g intravenös 14-28 Tage
Arthritis
Ceftriaxom 1 x 2 (bzw. 4) g intravenös 21-28 Tage
Cefotaxim 3 (bzw. 4) x 2g intravenös 21-28 Tage
Penicillin 4 x 5 MioE intravenös 21-28 Tage
Amoxicillin 3 x 500mg per os 21-28 Tage
Doxycyclin 2 x 100mg per os 21-28 Tage
Myositis und Fibromyalgiesyndrom
Ceftriaxom 1 x 2 g intravenös 28 Tage
Neurologische Manifestationen
Ceftriaxom 1 x 2 (bzw. 4) g intravenös 21-28 Tage
Cefotaxim 3 (bzw. 4) x 2g intravenös 21-28 Tage
Penicillin 4 x 5 MioE intravenös 21-28 Tage
Doxycyclin 2 x 100mg per os 21-28 Tage
Karditis
Ceftriaxom 1 x 2 g intravenös 21-28 Tage
Cefotaxim 3 (bzw. 4) x 2g intravenös 21-28 Tage
Penicillin 4 x 5 MioE intravenös 21-28 Tage

Herxheimer-Reaktion

Unser Therapieschema mit einer zweimaligen Ganzkörperhyperthermie im einwöchigen Abstand ist effektiv, nebenwirkungsarm und preiswert. Manchmal kommte es auch bei dieser Therapie gelegentlich zu einer Herxheimerreaktion, die aber während der Ganzkörperhyperthermie abgefangen wird, da wir schon vor und während der Hyperthermie mit der Ausleitung der Endotoxine beginnen und konsequent bis zur zweiten Hyperthermie fortgesetzt wird. Klinisch wird so bei der Mehrzahl der Patienten schnell eine deutliche Verbesserung des Beschwerdebildes in fortgeschrittenen Stadien erreicht. In der Temperaturanstiegsphase bis zur Erreichung des Temperaturplateaus von 41,6 °C geben wir Antibiotika. Da deren Wirkung pro Grad Celsius Temperatursteigerung um ein vielfaches gesteigert wird kann die Blut-Hirnschranke besser überwunden werden was bei einer Neuroborreliose entscheidend sein kann.

Bei der Ganzkörperhyperthermie erreichen wir 41,6 °C für die Dauer von zwei Stunden. Eine Temperatur, die Borrelien, wie aus einer schwedischen Studie hervorgeht, nicht überstehen, d.h. mit dieser Therapie treffen wir die Borrelien, wo auch immer sie sich im Körper versteckt haben. Auch die Glykoproteine, die die Borrelien abscheiden und die sie umhüllen und eingekapseln und die das Vordringen der Antibiotika in ihren Körper verhindern, können sie jetzt nicht mehr schützen. Diese Hülle wird bei 40,6°C abgeworfen und damit geht der Schutz verloren, vom Immunsystem nicht mehr erkannt zu werden.

Unser Therapieprotokoll

Zu unserem Therapieprotokoll zur Behandlung bei der Diagnose Borreliose gehören:

Neurotoxinausleitung

In den Stadien drei der chronischen Borreliose stehen die neurologischen Beschwerdebilder und Symptome häufig im Vordergrund. Hierfür sind Neurotoxine verantwortlich. Shoemaker, dem wir auch den VCS-Test verdanken, hat hierzu in den letzten Jahren intensive Untersuchungen durchgeführt. Er konnte auch bei Lyme-Borreliose ein solches Toxin nachzuweisen (45). Diese Toxine sind äußerst lipophil, was zum einen die Affinität zum Nervengewebe, und zum anderen die Ausscheidung über die Gallenflüssigkeit im enterohepatischen Kreislauf erklärt. Dies ist vielleicht auch die Ursache für die langwierige Überdauerung der Symptomatik, da Fettmoleküle und damit vermutlich auch daran angelagerte Borrelien-Toxine im Darm rückresorbiert und dem Körper so wieder zugeführt werden.

Hier setzen Theorien zur Neurotoxinausleitung an. Man geht davon aus, daß Anionenaustauscher wie Colestyramin (Colestyramin Hexal®, Quantalan u.a.)oder auch Zeolithe die Neurotoxine im Darm binden und damit die Rückresorption der Neurotoxine verringern bzw. verhindern. Colestyramin wird zur Cholesterinsenkung eingesetzt, Studien zur Neurotoxinausleitung fehlen ebenso wie für die Zeolithe. Unsere Anwendungsbeobachtungen belegen, daß die Behandlungserfolge mit Cholestyramin oder Zeolith besser sind als wenn darauf verzichtet wird. Die Behandlung mit Colestyramin und oder Zeolith sollte über mehrere Monate fortgeführt werden. (99). Um den Therapieerfolg bei der Neurotoxinausleitung zu kontrollieren, ist der „Visual Contrast Sensitivity-Test (V.C.S.-Test) geeignet.

Eine weitere Eigenschaft des Borreliose-Neurotoxins ist die Freisetzung von Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-a), der auch bei anderen chronischen Entzündungen zu finden ist, z.B. bei chronischer Polyarthritis und rheumatoider Arthritis. Die Beschwerdebilder der chronischen Borreliose hängen von den Borrelien gebildeten Toxinen ab, die sich bevorzugt an Nerven jeglicher Art anlagern. Eine langfristige antientzündliche Behandlung mit Cox2 Hemmern ist daher sinnvoll.

Sonstige Therapien
Vitamin B-Komplexe

Patienten mit Borreliose können einen Vitamin B12-Mangel aufweisen, daher sollte bei längerem Krankheitsverlauf der Vitamin-B12-Spiegel bestimmt und falls notwendig substituiert werden. Gleiches gilt für Vitamin B1 und B6. Folgende Dosierungen jeweils mindestens 1 x pro Woche i.m. sind gängig: Vitamin B1: 100mg, Vitamin B6: 100mg, Vitamin B12: 1000µg. Aufgrund der neurologischen Symptomatik empfehlen wir generell die orale Gabe von hochdosiertem Vitamin-B-Komplexpräparaten (z.B. Neurotrat forte, Neuro STADA), die in der Regel Vitamin B1 und Vitamin B6 zu jeweils 100mg enthalten.

Mitochondriensupport

Man geht davon aus, dass bei vielen chronischen Borreliosen eine Schädigung der Mitochondrien vorliegt die durch entsprechende Tests leicht nachgewiesen werden kann. Dies erklärt z.T. auch die Energielosigkeit der Patienten. Daher verordnen wir eine langfristige Unterstützung der Mitochondrien, in dem wir Coenzym Q10, alpha-Liponsäure, Glutathion und NADH substituieren

Magnesium

Insbesondere die Beschwerden der Muskeln, wie zum Beispiel unkontrollierte, wandernde Muskelzuckungen können durch Magnesiumgaben in einer Reihe von Fällen gebessert werden. Auch Aminosäuren können hier hilfreich sein wie L-Carnitin, Carnosin, Kreatin und Omega-3-Fettsäure.

Physiotherapie & Massagen

Vor allem durch die Muskel- und Gelenkbeschwerden sind viele Patienten deutlich in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Neben den körperlichen Beeinträchtigungen kommt gerade bei jüngeren Erkrankten die erhebliche psychische Belastung der mangelnden Leistungsfähigkeit – beruflich wie privat – dazu. Daher ist es besonders wichtig, Borreliosepatienten möglichst früh durch gezielte Unterstützung wieder physisch zu stabilisieren, um so neben der körperlichen Mobilisierung auch wieder das meist stark angekratzte Selbstvertrauen zu verbessern und so den Teufelskreis der Erkrankung zu durchbrechen. Leiden die Patienten zudem auch noch an muskulären Symptomen, dann sollten Massagen als unterstützende Therapie Einsatz finden.

Spezifische Diäten

Zur erfolgreichen Behandlung von Borreliosepatienten kann auch eine konsequente Diät ihren Beitrag leisten.

Im Teil zwei wird das Therapieprotokoll noch detaillierter dargestellt und einige Kasuistiken geliefert. Ebenso wird die statistische Auswertung der bisher behandelten Fälle und Langzeitverläufe dargestellt.

FRD

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