Chemotherapie

Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen.

Das Ansprechen einer Chemotherapie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Erstens wird ein Chemotherapeutikum unterschiedlich schnell im Menschen abgebaut und je kürzer das Medikament im Körper wirksam, beziehungsweise präsent ist, desto kürzer kann es auch nur wirken. Zweitens ist die Erreichbarkeit der krankheitsverursachenden Zellen oder Mikroorganismen ein wichtiger Faktor. So kann ein Tumor sehr kompakt geformt sein und über wenig Blutversorgung verfügen. Daraus resultiert, dass das Medikament nicht an den eigentlichen Wirkort – nämlich die Tumorzellen – kommen kann. Ein dritter Faktor bestimmt das Ansprechverhalten von Chemotherapeutika. Die krankheitsverursachenden Zellen oder Mikroorganismen, zum Beispiel, können auch bei guter Erreichbarkeit des Tumors durch das Zytostatikum die Krebszellen resistent gegen das Medikament sein. Diese Eigenschaften werden als Chemosensitivität und Chemoresistenz bezeichnet.

In der Klinik St. Georg behandeln wir mit einer speziellen Art der Chemotherapie: Insulinpotenzierte Chemotherapie

Insulin-potenzierte Therapie (IPT) ist eine sichere und gezielte Krebstherapie. Krebszellen benötigen mehr Zucker als gesunde Zellen. Sie besitzen auch wesentlich mehr Insulinrezeptoren als gesunde Zellen.

Bei der IPT nutzt man den extremen Bedarf von Krebszellen für Zucker
therapeutisch aus. Wir benutzen Insulin, das körpereigene Hormon, bei unseren Patienten zur Senkung des Blutzuckerspiegels. Dies macht die Krebszellen
gierig auf Zucker, sie öffnen ihre „Tore“, um genügend Zucker aufnehmen zu können. In diesem Augenblick, wenn der Blutzucker auf etwa 30 – 40 mg% abgesunken ist, geben wir etwas Zucker und eine kleine Menge Zytostatika. Man nennt diesen Zustand auch gern das therapeutische Fenster, weil die
gierigen oder heißhungrigen Krebszellen den angebotenen Zucker mit samt dem Zytostatikum aufnehmen.

Aus diesem Grund benötigen wir nur ca. 20 % der normalen Zytostatika-Dosis. Weil die zellulären „Tore“ weit offen sind, können die Zytostatika selektiv in den Tumor eingeschleust werden, dadurch wird die Wirkung am Tumor höher, die
systemischen Nebenwirkung aber deutlich geringer. Wir erreichen mit der IPT also einen Effekt, den sich nicht nur die Patienten wünschen.

Nach der Therapie geben wir unseren Patienten Medikamente, um den Körper zu entgiften, und Naturstoffe, um die Leber und das Immunsystem zu
unterstützen.