Seit Jahren bemühen wir uns in der Klinik St. Georg um Therapieoptimierung. Die transurethral durchgeführte Prostata-Hyperthermie war bisher die Therapie der Wahl für Patienten, bei denen das Karzinom ausschließlich auf die Prostata beschränkt war. Diese Methode war sehr erfolgreich und hat vielen hundert Patienten geholfen Zur Verbesserung bzw. zur Optimierung der Therapie haben wir nun eine zweite, ebenfalls nicht-invasive Therapie in unser Behandlungskonzept aufgenommen. Es handelt sich um die sogenannte photodynamische Tumortherapie (PDT).

Was ist photodynamische Tumortherapie (PDT)?

Bei der photodynamischen Tumortherapie (PDT) wird dem Patienten ein harmloser Farbstoff, nämlich Indocyaningrün (ICG), infundiert. Dieser liposomale Farbstoff reichert sich in einem Zeitraum von bis zu 24 Stunden selektiv im Prostatagewebe bzw. dem Prostatakrebs selbst an. Anschließend erfolgt eine durch die Harnröhre geführte Low-level-Lasertherapie. Die Applikation des Katheters mit der Lasersonde ist schmerzfrei, da die Harnröhre vorher betäubt wird.

Was passiert während der Lasertherapie in der Prostata?

Das im Krebsgewebe angereicherte Indocyaningrün beginnt durch das Laserlicht zu fluoreszieren, die dabei freigesetzte Energie zerstört das Krebsgewebe spezifisch, d.h. nur Krebsgewebe wird zerstört, gesundes Gewebe wird nicht angegriffen.

Diese Form der Prostatatherapie ist noch spezifischer als die transurethrale Thermotherapie, die zwar auch Krebsgewebe selektiv zerstört, aber doch stärker nebenwirkungsbehaftet ist, z.B. durch Ödembildung oder eventuell vorübergehenden Harnverhalt. Alles das entfällt bei der PDT.

Wir freuen uns, unseren Patienten jetzt eine noch weiter verbesserte Therapiemöglichkeit für das auf die Prostata beschränkte Prostatakarzinoms anbieten zu können und ihnen damit auch weiterhin eine verstümmelnde Operation zu ersparen.

Kontaktieren Sie uns, falls Sie Fragen haben.

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