Hört man Methylsulfonylmethan, dann denkt man sofort an übelste Chemie, mit der uns die Schulmedizin immer häufiger konfrontiert. Weit gefehlt! Was nach Chemie klingt, ist in Wirklichkeit Natur pur.

Bereits vor 130 Jahren entdeckten russische Wissenschaftler Methylsulfonylmethan (MSM). Es ist eine natürlich vorkommende Form von organisch gebundenem Schwefel, die man in unterschiedlichsten Konzentrationen im menschlichen Organismus nachweisen kann. Diese besondere Form des Schwefels besitzt eine exzellente biologische Verfügbarkeit und ist zugleich lebenswichtiger Nährstoff.

MSM ist eine geschmacks- und geruchslose organische Form von Schwefel.

Schwefel fungiert als wichtiger Bestandteil von Enzymen und Immunglobulinen. Hinzu kommt, dass MSM von grundlegender Bedeutung für die Synthese von Bindegewebe sowie für die Bildung und Versorgung von Haaren und Nägeln ist.

Natürliche Quellen von MSM

Die Schwefelverbindung MSM ist in Zwiebeln, roher Milch, Sauerkraut, Tomatenmark, Tee, Fleisch und Fisch in seiner ursprünglichen Form enthalten. Werden die Nahrungsmittel durch die moderne Nahrungsmittelzubereitung aber erhitzt, getrocknet oder anderweitig verarbeitet, vernichtet man diesen wichtigen Nährstoff. Für Menschen, die keine Rohmilch oder unverarbeitete Nahrungsmittel konsumieren, ist die zusätzliche Einnahme von MSM deshalb sinnvoll und notwendig.

MSM ist für viele Körperfunktionen unentbehrlich.

Unser Körper benötigt Schwefel für die Ausführung sämtlicher wichtiger Funktionen. Deshalb ist Schwefel essentiell für jegliches organische Leben. Der Stoff schafft Abhilfe bei Schwellungen, Entzündungen und Schmerzen. MSM erhöht die Durchlässigkeit der Zellmembran und fördert somit den Abtransport von Abfallstoffen wie Schlacken und überschüssigem Wasser. Auch das Zuführen lebenswichtiger Stoffe wie Coenzym Q10, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren in die Zellen erfolgt durch die Gabe von MSM wieder problemlos. Darüber hinaus benötigt unser Körper organischen Schwefel, um Bindungen zwischen Eiweißmolekülen aufzubauen.

Funktionen von MSM

Dem Stoff kommen viele wichtige Funktionen in unserem Körper zu:

  • MSM fördert wichtige Prozesse wie den Stoffwechsel von Fetten, Funktionen des Immunsystems und die Freigabe von Energien.
  • Es ist unverzichtbar die Funktion von Nieren, Hirn, Herz, der Netzhaut des Auges und allen anderen Organen.
  • Die Leber unterstützt es bei der Ausscheidung von Giftstoffen.
  • Außerdem steuert es die Funktion und Biosynthese von Vitamin B1 und Insulin für den Stoffwechsel von Kohlenhydraten.
  • MSM bildet die Basis für die Glucosaminbildung (notwendig für die Gesunderhaltung von Ligamenten, Sehnen, Herzklappen, Haut und Bindegewebe).
  • Es wirkt entzündungshemmend und ermöglicht den Wiederaufbau von zerstörten Zellen.
  • Es unterstützt die Entstehung von Kollagen und erhält die Form des Bindegewebes.
  • Darüber hinaus verhilft es zu vollem, glänzendem Haar, klarer Haut und starken Nägeln und macht Narbengewebe weicher.
  • MSM wirkt aufbauend und aktiviert Thiamin, Vitamin C, Biotin und Pantothensäure.
  • Es ist unabdingbar für die Herstellung von Galle und auch für die Aufrechterhaltung des Säure-Base-Gleichgewichts notwendig. Auch die Mundschleimhaut wird geschützt.
  • Schließlich stärkt und erhält Methylsulfonylmethan unser Immunsystem, denn der Körper benötigt für die fortwährende Erneuerung unserer Zellen die richtigen Bausteine, um eine gesunde Struktur aufzubauen.

Mögliche Anwendungsbereiche von MSM

Methylsulfonylmethan ist eine wichtige Substanz, die an vielen Stellen in unserem Körper und bei vielen Befindlichkeitsstörungen sowie Krankheiten eine erstaunliche Wirkung erzielen kann. Es ist kein Medikament, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel.

Es besitzt die gleichen Fähigkeiten wie das weniger gut riechende DMSO (Dimethylsulfoxid), welches seit einiger Zeit in Amerika, aber auch bei uns in der St Georg Apotheke als „Schmerzroller“ bei der Behandlung von Sportverletzungen und Steifheit, Arthritis, Blasenentzündungen, Traumata des Zentralnervensystems und Schlaganfällen eingesetzt wird.

Allergien

MSM gilt als eines der wichtigsten Mittel gegen Allergien. Es schafft Abhilfe bei allergisch bedingten Augenbeschwerden (Brennen), laufender Nase und Heiserkeit, verursacht durch Pilzsporen, Blütenstaub oder Staub. Studien haben belegt, dass MSM funktioniert, indem es die Zellen unterstützt, Eindringlinge zu eliminieren. Außerdem blockiert es die Rezeptoren der Schleimhaut für Allergene und bindet diese, sodass der Körper sie ausschwemmen kann.

Parasiten

Neuesten Studien zufolge hilft MSM auch gegen Parasiten wie zum Beispiel Giardia lamblia, Trichomonas und Würmer.

Verdauungsstörungen

Die organische Schwefelverbindung ist außerdem bei zahlreichen Problemen im Magen-Darm-Bereich wirksam, zum Beispiel bei Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Schmerzen und Entzündungen. Sehr gut eignet sich MSM auch bei Magenübersäuerung und Sodbrennen. Es ist somit eine echte Alternative zu Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol. Eine klinische Studie bestätigte, dass während der Einnahme von MSM bei 75 Prozent der Patienten die Menge von Mitteln gegen eine übermäßige Magensäurebildung signifikant reduziert werden konnte.

Arthritis, Entzündungen

Die entzündungshemmende Eigenschaft von MSM hilft, Schmerzen bei entzündeten Gelenken, Sehnen, Gelenkpfannen, Bandscheiben- und anderen Rückenproblemen sowie allgemein im Bewegungsapparat zu lindern.

In einer Osteoarthritis-Studie wies der Stoff eine ähnlich schmerzlindernde Wirkung auf wie Cyclooxygenasehemmer (z. B. Diclofenac oder Ibuprofen). Eine weitere Studie mit einer täglichen Dosis von 2250 mg zeigte eine deutliche Linderung der Schmerzen durch Arthritis. Patienten, die MSM einnahmen, erlebten eine durchschnittliche Verbesserung von über 80 Prozent, während Patienten, die ein Placebo erhielten, lediglich eine Verbesserung von 20 Prozent feststellten.

Viele Ärzte und Patienten berichten über Schmerzlinderung nach der regelmäßigen Einnahme von MSM. Diese beruht basiert auf einer völlig anderen Funktionsweise als bei synthetischen Schmerzmittel: Droht Gefahr, so sendet normalerweise das körpereigene Warnsystem die Informationen über die Nervenfasern zum Gehirn. Die sensiblen Enden der hierbei tätigen Nervenfasern befinden sich unter anderem in der Haut, der Muskulatur, in den Blutgefäßen und in den Gelenken. Dort werden die Schmerzreize aufgenommen und über zwei spezielle Nervenfasern – die markhaltigen A-Deltafasern und die marklosen C-Fasern – wie über zwei definierte Nervenbahnen im Rückenmark weitergeleitet. Dort ist die Endstation für diese beiden Nervenstränge, denn von hier aus werden die Schmerzreize über Nervenzellen zum Gehirn geleitet, wo die Empfindung des Schmerzes erzeugt wird. Das Gehirn meldet dann die Gefahr an die entsprechenden Körperstellen und veranlasst Gegenmaßnahmen, wie beispielsweise eine verstärkte Durchblutung verletzter oder entzündeter Körperregionen.

Krebs

Die Einnahme von MSM kann den Ausbruch von Brustkrebs stark verlangsamen. Die Entstehung von Krebs kann also deutlich verzögert werden, insbesondere durch die Anwendung in Kombination mit anderen Präventivmaßnahmen. Auch bei Dickdarmkrebs hat es eine wachstumshemmende Wirkung.

Dosierung

Eine Kapsel MSM von Euronutrador enthält 500 mg MSM.

  • vorbeugend: 1 – 2 Kapsel täglich
  • stressbedingt: 2 – 4  Kapseln täglich
  • therapiebegleitend: 2 – 8 Kapseln täglich

Nebenwirkungen

Die Einnahme von MSM bringt keinerlei Nebenwirkungen mit sich, da es sich um eine körpereigene Substanz handelt. Es gibt keine Gefahr einer Gewöhnung oder Abhängigkeit. MSM ist nicht toxisch und kann nicht überdosiert werden.