Als Neurohormon wird ein Hormon bezeichnet, das seine Zielzellen erreicht, indem er von Neuronen an das umgebende Gewebe und in Hämolymphe oder Blutbahn abgegeben wird. Der Begriff des Neurohormons wird für eine Art der Signalübertragung gebraucht, die sich unterscheidet von der einer Erregungsübertragung an chemischen Synapsen, wenn also eine Nervenzelle einen Botenstoff als Neurotransmitter oder Neuromodulator in den synaptischen Spalt abgibt, an eine postsynaptisch zugeordnete Zelle. Entscheidend für die Verwendung des Begriffes ist also nicht die Art des Botenstoffes, sondern wohin er abgegeben wird.